Samstag, 28. April 2007

Die fabelhafte Welt der Amélie, F 2001 (DVD)

"Sie stellt sich lieber eine Beziehung zu jemandem vor. Jemand, der abwesend ist, als eine Bindung einzugehen mit den Anwesenden. [...] Vielleicht tut sie auch alles, um das Kuddelmuddel der anderen in Ordnung zu bringen. [...] Was ist mit ihr? Was ist mit dem Kuddelmuddel in Ihrem Leben? Wer wird sich darum kümmern?! [...] Na das kann warten."
Fabuleux, Magnifique, Beau. Nach dem ich diesen Film nun schon zum etwa siebten Mal gesehen habe und ihn schon hier und da zitiert habe, weiß ich gar nicht, was ich noch großartig hinzufügen soll, außer dass ich jedes Mal auf's Neue begeistert bin - woran die Musik maßgeblich beteiligt ist.

Meine Bewertung:

Donnerstag, 26. April 2007

Olgas Sommer, F/D 2002 (DVD+R)

"Sie hieß Olga und es war der Beginn einer Liebesgeschichte. Einer, die traurig enden würde und die er nie vergessen wird. [...] Die traurigste Liebesgeschichte der Welt [...] weil sie sich immer noch lieben, aber es ist längst vorbei. [...] Alle großen Liebesgeschichten gehen schlecht aus." Eine "unverschämte Göre", jung, naiv und mich an Pippi Langstrumpf erinnernd, wird zum "ausgebufften Luder", das das große Abenteuer und die große Liebe erleben will. "Und wenn er nicht kommt?" Doch er, Daniel, kommt. "Du hättest in jedem Sonnenblumenfeld landen können, aber du bist in meinem gelandet. Ich wusste, dass du kommst. [...] Dich hat das Schicksal auserwählt." Er brennt mit ihr durch. Warum? "Sieht so aus als ob er sie mag." Und was sagt sie dazu?! "Na klar liebt er mich, weil... ich spür das." Doch ist sie nicht ein bisschen zu jung? "Ja, aber das ist ja das Schöne daran [...] weil sie keine Angst hat und das tut gut." Am Ende muss sie sich jedoch eingestehen "Du bildest dir zu viel ein", dabei dachte sie "es war was Besonderes." War es auch, aber "[...] zu spät. Wir können kein neues Leben mehr anfangen, auch wenn wir ständig so tun. Irgendwann haben wir uns entschlossen und das Blöde ist, wir haben es gar nicht gemerkt. Und jetzt reist das Leben dahin wie ein Zug durch die Nacht." Schöne Musik übrigens, auch wenn ich das schönste Lied nicht ausfindig machen kann.
"Alle Geschichten gehen weiter..."
Vielleicht wenn man sich an Olgas Manifest hält?!
  1. Nimm alles was du kriegen kannst. Denn morgen ist es nicht mehr da.
  2. Bleib nie länger an einem Ort und schon gar nicht da, wo sich deine Familie aufhält.
  3. Abenteuer sind heilig.
  4. Aufgeben ist langweilig.
  5. Angst zu haben ebenso. Außer es handelt sich um Todesangst.
  6. Verrat ist mit dem Tod zu sühnen.
  7. Was die Liebe betrifft, sind nur wilde Männer in Betracht zu ziehen.
Meine Bewertung:

Mittwoch, 25. April 2007

Vergiss Amerika, D 2000 (VHS)

Warum sind die Filme, die einem so nahe an der Realität vorkommen, eigentlich immer die traurigsten und deprimierensten? Welche Lehre zieht man aus solchen Filmen?! Dass das Leben wirklich so beschissen ist? Zerplatzte Träume ohne Ende ("Den Leuten sind ihre Wünsche nichts mehr wert."), wobei man das Ende ja als Hoffnungsschimmer auffassen kann. Ist auch das mindeste, wenn vorher alles schief lief, was nur schief laufen konnte. Schöne Musik übrigens.
Anna: "Warum schlafen Männer mit Frauen, die sie nicht lieben?"
David: "Weil die Frauen, die sie lieben, mit anderen Männern schlafen."

Meine Bewertung:

Montag, 23. April 2007

Die Schöne und das Biest, USA 1991 (VHS)

"Märchen schreibt die Zeit..." An diesem Film hängen Kindheitserinnerungen. Erinnerungen an eine scheinbar heile Welt. Mir, als Herangewachsene, gibt er Hoffnung, dass man eines Tages vielleicht doch zu lieben fähig ist, auch wenn man innerlich ein "Biest" ist, das keine Liebe in seinem Herzen besitzt (auch wenn es "nur" ein Zeichentrickfilm ist). Die Frage ist nur: "Wer könnte es jemals über sich bringen, ein Biest zu lieben?" Wenn es nach Lumière ginge, wäre das gar nicht so schwer: "Ihr verliebt euch in sie. Sie verliebt sich in euch." Aber Madame Pottine bleibt realistisch: "So einfach ist das nicht, Lumière. Sowas braucht Zeit." Außerdem: "Die Schönheit findet man im Verborgenem."

Meine Bewertung:

Fremder Freund, D 2003 (DVD)

Eine sehr sensible Art das 9/11 Thema zu behandeln. Interessant zu beobachten wie sich ein Schweinefleisch essender Moslem zum strenggläubigen Fanatiker entwickelt. Die authentische Kameraperspektive (wie nennt man das?!) ist auch richtig toll. Sehr beeindruckender und bewegender Film. Nora ist übrigens ein schöner Name. Und Yunes ist so liebenswert (am Anfang):
"Du musst bleiben, denn ich fürchte mich vor der Dunkelheit. Und wenn du gehst, dann geht mit Dir auch die Sonne. [...] Ich kann es nie erwarten einzuschlafen, um endlich dich zu sehen. Denn du bist die Frau meiner Träume. Wärst du mein, ließ ich dich nie mehr geh'n. Wenn du bei mir bist, scheint die ganze Welt so wunderbar. Nah bist du mir wie's vor dir noch niemand war. Ich gebe dir, ich kaufe dir, ich stehle dir, was immer du willst."

Meine Bewertung:

Sonntag, 22. April 2007

Bella Martha, D 2001 (DVD)

"It’s wonderful, It’s wonderful, It’s wonderful, Good Luck my baby." Immer wenn ich diesen Film sehe, kriege ich dieses Lied nicht mehr aus dem Kopf. "It's wonderful" und zu Tränen rührend. Liebe geht durch den Magen. Appetit durch den Fernseher. Vor allem zu Beginn als Martha selbstgemachte Ravioli zubereitet und überhaupt die ganze Zeit. Alles in allem ein wunderschöner Film über Martha, die einsame Meisterköchin, die immer hundertprozentig perfekt ist sein will und anfangs kläglich daran scheitert ihre verwaiste Nichte Lina aufzuheitern. Mario, ebenfalls Meisterkoch mit einer Portion Humor, hat da mehr Erfolg - auch was Martha betrifft. Schöne Dialoge. Schöne Musik. Schönes Essen. La Bella roba eben. "Es gibt Dinge, die lassen sich nicht ändern. Beim besten Willen nicht."

Meine Bewertung:

Brot und Tulpen, I 2000 (DVD)

Unbeschreiblich schöner Film. "Man kann wohl behaupten, dass die letzten Stunden von Emotionen erfüllt waren." Fabelhafte (Neben-)Charaktere. Vom unselbstständiger Ehemann über einen aufbrausenden, aber liebenswerten Blumenhändler hin zum Muttersöhnchen, der der hübschen Masseurin den Kopf verdreht. Ich beneide Rosalba, die von heut' auf morgen ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. Ich liebe es, wenn Italiener(innen) "Madonna" sagen. Ich könnte Bruno Ganz stundenlang zusehen und zuhören. Wenn mir ein Mann begegnen würde, der seine Sätze in so einer geheimnisvollen Art formulieren würde wie Ganz in der Rolle des Fernando, würde ich vermutlich vor ihm in die Knie gehen und dahin schmelzen. Es gibt nicht viele Filme, die mir ein Lächeln auf die Lippen zaubern, aber dieser ist einer davon. Etwas ganz besonderes - nicht nur, weil die Liebenden sich erst am Ende des Filmes das "Du" anbieten. Die Tür kommt auch in diesem Film vor:
Fernando: "Wieder einmal hat das Glück vergebens an meine Tür geklopft."
Eliseo: "Hast du nicht aufgemacht?"
Fernando: "Ich bin taub gewesen."
Und dank weiblicher Intuition finden sie dann letzten Endes doch noch zueinander, sodass er ihr folgendes Liebeserklärung machen kann:
"Rosalba, seit sie gegangen sind, verspür ich in mir kein Leben mehr. Die Nächte quälen mich und die Tage sind öd und leer. Diese Reise wurde von Gedanken getragen an wunderschöne Abende. Kehren Sie zurück und seien Sie mir für immer verbunden. [zum Sohn] Ich bin mir bewusst, dass Ihnen diese Situation sicher befremdlich erscheint. Ungeachtet dessen, ich bin gekommen, um ihre Mutter einzufordern. [...] Weil ich sie liebe."

Meine Bewertung:

Samstag, 21. April 2007

Nichts bereuen, D 2001 (DVD+R)

"Weißt du noch, wie es war als du klein warst? Du spielst mit deinen Freunden und alles ist klar?! Du läufst auf die Straße, um den Ball zu holen [...] oder nimm was du willst. Und auf einmal hörst du ein Quietschen, aber für dich fühlt es sich an wie ein Schreien. Der Wind schlägt dir ins Gesicht mit einer Macht, die du vorher nicht gekannt hast und das Auto, was dich beinahe platt gemacht hat, ist nochmal ausgewichen. Und obwohl du noch so klein bist, raffst du schon, dass sich dein Leben fast für immer verändert hätte. So war's bei mir als ich Luca zum ersten Mal gesehen hab. Ich war 15 und ich wusste sofort meine Kindheit ist vorbei. Ich hab sie gesehen und zack - manche Dinge sind echt einfach..."

Ich weiß momentan gar nicht so recht, was ich großartig zu dem Film sagen soll. Daher werde ich mich auf einige Zitate beschränken. Zudem endete die DVD leider fünf bis zehn Minuten vor Ende, womit mir womöglich eine entscheidende Schlüsselszene entgangen ist, aber nichtsdestotrotz hat er mir stellenweise sehr gut gefallen.

"Wenn die Luft, die sie ausatmet, besser ist als die Luft drum rum, dann ist es sie und dann schnapp sie dir, wenn du kannst."

Daniel: "Hast du gewartet?"
Luca: "Ich bin zu jung um zu warten. [...] Luca kann man ja stehen lassen. Die bleibt eh nicht lange allein."
Daniel: "Ist ja auch kein Wunder, wenn du dich jedem Arschloch hinhälst."
Luca: "Wie soll ich denn sonst rauskriegen, ob einer mal anders ist? Rumstehen und Warten?"
Daniel: "Ja. Rumstehen und Warten. Genau. Ich habe vier Jahre auf dich gewartet. [...] Du hast doch immer gesagt, dass man sich lieben muss. Mit Haut und Haaren... und die Scheiße mit dem Lagerfeuer."
Luca: "Da war ich 14..."

"Ich habe die einzige Chance, die ich hatte, gleich zweimal verbockt. Ist rein physikalisch eigentlich gar nicht drin, aber ich habs gemacht."

"Junge, du denkst zu viel - oder auch zu wenig. Aber es kommt auf das Gleiche raus. Ist immer Krieg mit den dummen Frauen. Man muss kämpfen, ob man will oder nicht. Zum Kampf gehört aber auch, dass man verlieren kann. Du leckst deine Wunden und wartest auf die Nächste. So einfach ist das."

Anna: "Vielleicht solltest du das Mädchen lassen, wenn sie dich so unglücklich macht."
Daniel: "Warum kann man sich nicht aussuchen, wen man liebt?"

Meine Bewertung:

Donnerstag, 19. April 2007

Liebe mich, wenn du dich traust, F/B 2003 (DVD)

Schön, weil die fabelhaften Bilder und die Erzählweise an Amélie erinnerten. Zudem einige Überraschungsmomente, die ich widerum mit "Wahnsinnig verliebt" assoziere. "Es ist einfacher, wenn man nur befreundet ist." Peut-être, je ne sais pas.
Meine Bewertung: